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Ein neuer Zeitungsartikel in Weser kurier-Bremen

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Ein neuer Zeitungsartikel in Weser kurier-Bremen📰🗞
In diesem Artikel erzähle ich über eine spezielle Lebenserfahrung, die ich erlebt habe 😄❣️🌷
Empfehle euch ihn zu lesen 😍
PDF: https://goo.gl/5oTLzp
مقال جديد ((من كتابتي!!))😍😅😀 في اكبر جريدة على مستوى مدينة بريمن ومن أهم صحف المنطقة وهي جريدة 📰 weser Kurier - Bremen.
في هذه الفترة يوجد برنامج جديد في هذه الجريدة بعنوان (أول مرة في حياتي) و في هذا الجزء من الجريدة قمت بسرد قصتي الشخصية (اول تجربة شخصية إلي) وهي عرض فيلم وثائقي في السينما و ادارة حوار بعد الفيلم مع الجمهور واصلآ التجربة الحقيقة هي تصورير وتوثيق جانب من حياتنا في سوريا و طريقة الهجرة ، وطبعا هي التجربة اكيد وبدون شك كانت اول تجربة في حياتي😍😊.
المقال بتكلم بصيغة "أنا" بإعتبار أن صاحب التجربة الشخص هو > الشخص الذي كتب المقال.
انصح بقراءة المقال 

Das schummrige Licht, das Dunkelrot der Sitze, das Flimmern der Leinwand – natürlich wusste 
ich, wie ein Kino von innen aussieht. Ich hatte es im Fernsehen gesehen. Bis ich im Kino war, dauerte es 20 Jahre. Februar dieses Jahres, City 46, es lief: mein eigener Film. Ich saß im Publikum, der Saal war ausverkauft. Während ich im Sitz versank, sah ich meinem jüngeren Ich auf der Leinwand dabei zu, wie es mich daran erinnerte, warum das gerade mein erstes Mal in einem Kino war.
Als ich in ein Alter kam, in dem man sich eigentlich für Dinge wie Kino interessiert, war an Kino nicht zu denken. Ich war 14, als aus meinem Heimatort, einer syrischen Kleinstadt in der Nähe von Daraa, ein Kriegsgebiet wurde. Wahrscheinlich aus Reflex, wahrscheinlich, weil ich nicht wusste, wie ich sonst hätte reagieren sollen, begann ich, zu filmen, was vor meiner Haustür passierte.
Als Bomben während der Mathestunde explodierten, hielt ich das mit meinem Handy fest. Als wir für einige Monate die Stadt verließen und auf den Feldern unseres Weingartens auf dem Land zelteten, filmte ich das. Genauso wie ich den Moment festhielt, als wir bei unserer Rückkehr in die Stadt sahen, wie unser Haus in Trümmern lag. Ich filmte, wie wir blieben. Und wie wir irgendwann den Aufbruch ins Ungewisse wagen mussten, tagelang durch die Wüste, in der Nacht übers Meer.
Ich filmte für mich, gegen das Vergessen. Erst in Bremen kam mir die Idee, aus den kurzen Videos eine Dokumentation über meine Flucht zu machen. Acht Monate später saß ich nervös im City 46. Doppelte Premiere – für mich im Kino und für meinen Film. Während der gesamten 40 Minuten musterte ich die Zuschauer im Saal. Wie würden sie wohl reagieren? Ich war mir unsicher. Ich sorgte mich, dass mein Film falsch aufgenommen würde. Mein Vater hatte mich gewarnt. Immer wieder hatte er gesagt, es sei zu gefährlich, Baschar al-Assad und die Situation in Syrien zu kritisieren.
Ich zeigte den Film trotzdem. Schon während der Vorstellung merkte ich: Es war die richtige Entscheidung. Viele der deutschen Zuschauer waren geschockt, einige riss es aus den Sitzen, als das Geräusch einer Bombenexplosion aus den Lautsprechern dröhnte. Die Syrer im Kino reagierten anders. Viele von ihnen weinten, als Szenen des Abschieds, kurz vor der Flucht, über die Leinwand liefen. 
Auf den Film folgten die Fragen. Ich sollte erklären, wie ich unterwegs mein Handy aufgeladen habe. Wie wir uns in der Wüste versorgt haben. Wie ich die Tage in Daesch-Gefangenschaft erlebt habe. Nur eine Frage überforderte mich. Da stand ich, gerade 20, vor einem vollen Saal und sollte mal eben auf einer Sprache, die ich noch lernte, eine Friedenslösung für Syrien ausmalen. Ich bin kein Politiker, antwortete ich nur.
Mit meinem Film wollte ich bloß zeigen, was die Nachrichten aus Syrien für das Leben der Menschen bedeuten. Die Gespräche nach der Premiere zeigten, dass mir das wohl gelungen war. Sie sagten, dass ihnen Syrien nicht mehr ganz so fern scheine. Dass sie überrascht seien, wie normal mein Leben vor dem Krieg gewesen sei. Wie wenig es sich bis dahin von ihrem unterschieden hätte. Und wie sehr sie geschockt habe, mit welcher Wucht der Ausnahmezustand in meinen Alltag getreten war.
Zehn Monate ist das her. Seitdem war ich vielen in Kinos. In Hamburg, Hannover, Berlin. Einmal habe ich einen Actionfilm gesehen, ich glaube, er hieß "The Fast and the Furious". Ansonsten lief: mein Film.


Zur Person: Ahmad Alzoubi ist 21 Jahre alt. Seit zwei Jahren lebt er in Bremen. Acht Monate lang hat er in der Medienwerkstatt im Kulturzentrum Schlachthof an seinem Dokumentarfilm "Flucht aus Syrien" gearbeitet. Nachdem er den Film vor kleiner Runde im Schlachthof vorgestellt hatte, folgte die eigentliche Premiere im Februar 2017 im City 46. Inzwischen belegt Alzoubi ein Vorbereitungsstudium an der Universität Bremen und plant, bald seinen Bachelor zu beginnen.


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