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zeitung artikel/kreiszeitung.de: "Mit den Augen im tödlichen Bombenhagel"

"Mit den Augen im tödlichen Bombenhagel"
"بعيون في التفجيرات المميتة"
هكذا كان عنوان مقالة اكثر من رائعة في الجريدة الرسمية لمدينة syke 😍
عن عرض فيلمي الوثائقي في إحدى المدارس هناك.
طبعاً العرض كان امبارح وان شاء الله خلال الاشهر الجاية رح ينعرض الفيلم بمناطق مناطق آخرى.
رابط المقال كامل 👇
https://www.kreiszeitung.de/…/vorfuehrung-syke-ahmad-alzoub…
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"Mit den Augen im tödlichen Bombenhagel"
Ein neu Zeitung Artikel über meinen Dokumentarfilm (Flucht aus Syrien) 😍
Artikel Link 



Handy-Aufnahmen über Terror und Flucht 

Mit den Augen im tödlichen Bombenhagel


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Ahmad Alzoubi gestaltet den Geschichtsunterricht an der BBS Europaschule Syke. 

Syke - Von Anke Seidel. In den Gesichtern der Gymnasiasten spiegelt sich Entsetzen, eine Schülerin wischt sich verstohlen die Augen. Still ist es in der Mehrzweckhalle der BBS Europaschule, nachdem knapp 80 Jugendliche das Schicksal von Ahmad Alzoubi hautnah erlebt haben. Bomben, die Großstadt-Wohnblöcke wie Spielzeug zerstören, tote Kinder und ihre unverwechselbaren Gesichter, Ahmads Flucht auf dem Laster durch die lebensfeindliche Wüste: Der 19-jährige Syrer hat es mit seinem Handy gefilmt – und lässt die Schüler Flucht und Vertreibung erleben. Mit den Augen sind sie plötzlich mittendrin.
Seit einem Jahr und vier Monaten lebt Ahmad Alzoubi mit seiner Familie in Bremen. In der Medienwerkstatt des Kulturzentrums Schlachthof hat er seine Handy-Aufnahmen – zusammen mit anderen authentischen Sequenzen – zu einer spannenden Dokumentation verschmolzen. Ergebnis: ein 45-minütiger Film, der von krassen Gegensätzen lebt, und den der junge Filmemacher den Schülern im Geschichtsunterricht des beruflichen Gymnasiums persönlich präsentiert. „Ich finde es sehr wichtig, darüber zu erzählen“, sagt er – und meint damit auch das Leben vor dem Krieg
Damaskus, Aleppo, Palmyra: Am Anfang zeigt die Dokumentation unversehrte Städte, in denen bunt gekleidete Menschen zufrieden ihrem Alltag nachgehen. Es ist ein ruhiges, sicheres Leben. Doch die jahrzehntelange Diktatur wirft lange Schatten. Es ist nicht mehr weit bis zu den düsteren Schwarz-Weiß-Aufnahmen zerstörter Städte, über die blutrote Flecken laufen. Die Zuschauer können es kaum glauben: Ahmad berichtet von Kindern, die der Geheimdienst verhaftet und auf brutalste Weise gefoltert habe. Auf der Leinwand sind die Gesichter blutender, traumatisierter Kinder zu sehen.

Grausamer Krieg

Zuvor arabischer Frühling, friedliche Demonstrationen, Widerstand gegen Korruption und Unterdrückung: Ahmad zeigt und erläutert den jungen Gymnasiasten, wie sich die Menschen in seinem Heimatland für ein freies und selbstbestimmtes Leben eingesetzt haben – und wie die dann folgende Revolution in einen grausamen Krieg mündete. Russiche Bomben, die vom Himmel fallen, und scherzende Soldaten, die wie nebenbei Menschen töten: So hautnahe Bilder sind in den Nachrichten selten zu sehen.
Mit der Handy-Kamera führt der 19-jährige Syrer seine Zuschauer durch sein zerstörtes Zuhause. Geschmackvolle Vorhänge leuchten in warmen Farben, die Betten sind noch bezogen. Aber das Haus, das Zuhause ist zerstört. Der Zuschauer spürt: Hier muss einmal eine glückliche Familie gelebt haben.
Im Ausnahmezustand so lange wie möglich Normalität bewahren – das versuchen Ahmad und seine Freunde auch dann noch, als nahe ihrer Schule Bomben einschlagen. Zur Flucht entschließt sich die Familie erst, als der 19-Jährige und sein Bruder zum Militärdienst eingezogen werden und gegen ihr eigenes Volk kämpfen sollen. Die Diktatur zu unterstützen, Mitmenschen töten müssen – für Ahmad Alzoubi und seine Familie undenkbar.

„Wir wollten nur weg“

Es ist ein anstrengender Aufbruch ins Ungewisse, zu dem die Familie sich gezwungen sieht. „Wir wollten nur weg. In Sicherheit. Ob nach Deutschland, darüber haben wir gar nicht nachgedacht“, stellt Ahmad auf Nachfrage klar. Er hat sein Abitur zu diesem Zeitpunkt in der Tasche. Den Studienplatz zum Ingenieur, für den er eine Zusage hat, kann er nicht antreten. Stattdessen muss er 14 Tage im Gefängnis verbringen: IS-Kämpfer setzen seine Gruppe während der Flucht fest.
Ahmad hat Glück – und wird wieder freigelassen. Drei Jugendliche müssen in Haft bleiben. „Wir haben nie wieder etwas von ihnen gehört“, sagt der 19-jährige Syrer mit leiser Stimme. Auf der Flucht muss die Gruppe über das Meer. 40 Menschen pferchen sich auf ein Schlauchboot, das für 15 Passagiere ausgelegt ist. Die Angst vor dem Ertrinken lähmt die Flüchtlinge: „Wir waren auf dem Meer uns selbst überlassen.“
Das Ende der Dokumentation zeigt Ahmad vor dem Bremer Rathaus: Ein lachender junger Mann, der auch ein Tourist sein könnte. „Es war nicht unser Wunsch!“, stellt er am Ende noch einmal klar, dass es zur Flucht aus Syrien keine Alternative gab. Er sei in Sicherheit, so viele andere nicht: „Tatsächlich kann kein Film das Leiden des syrischen Volkes in dieser Zeit beschreiben“, sagt der 19-Jährige.
Ausdrücklich dankt er der deutschen Regierung und den Bürgern, die ihn und seine Familie freundlich aufgenommen haben. Und lässt keinen Zweifel an seinem Traum: Ein Studium zu absolvieren – und nach Syrien zurückzugehen, wenn wieder Frieden und Sicherheit das Land prägen. „Wirkliche Liebe und Geborgenheit hat man nur in seiner Heimat“, sagt Ahmad.
Am Donnerstag, 4. Mai, zeigt Ahmad Alzoubi seine Dokumentation erneut in der Mehrzweckhalle der BBS Europaschule Syke. Die Vorführung beginnt um 11.30 Uhr und ist öffentlich. Alle Interessierten können teilnehmen. Vereine und Verbände, die selbst einen Filmabend mit dem 19-Jährigen organisieren möchten, können sich per Mail an ihn wenden: ahmmadzzw@gmail.com"
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